Prüfbericht: Katastrophal – hat das der Bürgermeister verstanden ?

Was in Barleben mit dem Geld des Steuerzahlers gemacht wird, kann jeder sehen, wenn er mit offenen Augen durch den Ort geht. Ob mit dem Geld sachgemäß umgegangen wird, sieht man so nicht. Dazu gibt aber ein sogenanntes Rechnungsprüfungsamt seine Stellungnahmen ab. Eine solche liegt jetzt hinsichtlich der Eröffnungsbilanz des Jahres 2008 vor (Umfang 146 Mio. Euro) und soll vom Gemeinderat bestätigt werden. Das der Verwaltung darin ausgestellte verheerende Urteil kann man sich hier ansehen
Wie dies auch noch schön geredet werden soll, ist an folgenden konträren Auszügen zu sehen:

Auszug aus dem Prüfbericht des Landkreises Börde zur Eröffnungsbilanz 2008 der Gemeinde Barleben:

2.1      Feststellungen zur Gesamtaussage der Eröffnungsbilanz
Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir der Auffassung, dass die Eröffnungsbilanz  und  der  Anhang  zum  01.01.2008  aufgrund  der  Einschränkung hinsichtlich der Unregelmäßigkeiten bei der Bewertung des Sachanlagevermögens und der  Sonderposten  insgesamt  unter  Beachtung  der  Grundsätze  ordnungsmäßiger Buchführung kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Schuldenlage der Gemeinde Barleben vermittelt.

 

Dem gegenüber stellt der Bürgermeister F. U. Keindorff diesen Sachverhalt so dar (Auszug aus der Beschlussvorlage für die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am 29.9.2011):

Bei der Prüfung stellte das Rechnungsprüfungsamt fest, dass die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Barleben, nach der Beurteilung des Prüfungsamtes den gesetzlichen Vorschriften und den sie ergänzenden Verordnungen und sonstigen ortsrechtlichen Bestimmungen entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gemeinde Barleben zum 01.01.2008 vermittelt.

Bitte beantworten Sie jetzt die Frage aus der Überschrift!

 

 

2 comments

  1. Wolfgang Rost

    Eigentlich dachte ich ja ,die Urlaubszeit wäre vorbei? Aber da hier kein Kommentar auftaucht haben wohl doch noch viele geistigen Urlaub???
    Nun kann man sich sicherlich über geistige Leistungen streiten und schlimm wäre es ,wenn nur eine Meinung gilt!
    Zu diesem Prüfbericht kann eigentlich nur Jeder normal denkende Mensch sagen
    „durchgefallen 6 setzen“ ! Aber wie man ja an der Meinung des BM FUK ablesen kann ,ist alles nur eine Frage der Einstellung zu seinem Tun. Und diese Einstellung hier in Barleben ,der Regierenden „Fast drei Prozent Partei“ kann man unter dem Spruch „vornehm geht die Welt zugrunde“definieren. Da wird auf der einen Seite nur Lobhudelei im Hochglanz betrieben und wenn man hinter die Kulissen schaut ,dann saufen unsere Hauptstraßen,Breiteweg nord und süd
    nach jedem Regenguss ab! Aber Millionen wurden in den Schiki Miki Straßenbau gesteckt und jetzt müssen fast alle neuen Straßen nach weniger Zeit wegen Mängel repariert werden!
    Da bekommen Projektanten Auszeichnungen und 5 Jahre später werden die Bauwerke wieder abgerissen! Da wird eine Superklasskneipe vom Steuergeld gebaut und nach 5 Jahren macht man die Erkenntnis, daß diese Art der Gastronomie nicht angenommen wird!
    Da wird von Negativpropaganda geredet und im gleichen Atemzug stellt man das gleiche mit anderen Worten fest! Wer sich nun noch über diesen Prüfbericht der KA wundert ,der sollte sofort in diese fast 3 % Lobby eintreten und mitmachen! Vieleicht kann der eine oder Andere
    noch ein parr € an diesen geistlosen Entscheidungen mitverdiehnen!
    Aber der BM FUK hat ja am Wochenende einen weiteren Preis für seinen innovativen Wirtschaftsstandort Barleben erhalten. Weil Barleben vorbildliche Gewerbeansiedlung betreibt mit seinem Unternehmerbüro. Sicherlich wurde Gewerbe angesidelt, aber weit vor BM FUK!
    Da hatte nähmlich der BM Kahlert CDU die Idee erst die „Kuh auf die Weide zu stellen und dann die Milch trinken“! Es war vor allem der Bauerverlag mit Steuersitz ,den dieser BM Kahlert nach Barleben holte und somit dafür sorgte ,das bis heute jährlich diese ca. 30 Mill.€ vom Bauerverlag kommen! Ohne diesem Geld wäre nichts passiert in dieser jetzt so „Reichen“ Gemeinde!
    Fakt ist am Ende des Geldes kommt das Elend, denn wer gelesen hat das die Kommunalfinanzen gekürzt werden sollen und in fast allen Dörfern und Städten im Umland Pleite herrscht ,dem muss klar sein daß dieser punktuelle Finanzwahn nicht ewig weiter geht!
    Und wer es nicht glauben will ,einfach mal Zeitung lesen,selbst im Netz geht das!
    Na dann schönen Urlaub?

  2. Wallstab Karsten

    Hilfe!! Mir wird ganz komisch zumute. Welche Arroganz, welcher Hochmut?
    Noch nie habe ich eine solche Arroganz im Umgang mit dem Geld des Steuerzahlers erlebt. (Ich muss mir immer in Erinnerung rufen, dass wir hier immer noch in Barleben sind.) Ich weiß nicht wie es den anderen Lesern geht, aber man hat regelrecht Angst den nächsten Satz zu lesen. Wie können die von den Wählern legitimierten Aktiven noch jeden Morgen zur Arbeit gehen und so tun als ob alles in Ordnung wäre? Spätestens jetzt sollten die an dieser riesigen Schlamperei beteiligten Verantwortlichen Rückgrat zeigen und die Konsequenzen ziehen.
    Darf man(n) und frau noch hoffen?
    Bei einer Veranstaltung zu meiner Kandidatur zum Landrat zum Thema Anlaufpunkte für die Jugend in unseren drei Orten, meinte Herr Keindorff, es wäre kein Geld vorhanden um in jedem Ort einen solchen Anlaufpunkt zu haben. Vor der Kulisse dieses Berichtes ist mir klar, dass hier gar keine Übersicht mehr existiert, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Oder handelt es sich etwa um eine bewusste Zurückhaltung der gewünschten Zahlen?
    Bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele Bürger jetzt einmal laut Fragen stellen, denn so kann und darf es nicht weiter gehen.

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